Der Bostalsee

Gelegen im nördlichen Teil unseres schönen Saarlandes! Der See hat eine Größe von 120 Hektar und eine maximale Tiefe von 20 Meter!

Wir hatten einen viel versprechenden Platz gewählt : Ein harter steiniger Boden,  von 8 m auf 2 m ansteigend... und das alles in Wurfentfernung! Optimal, dachten wir und entschieden uns,  eine Mischung aus Mais, Kichererbsen, Tigernüsse und Boilies zwei Tage vor dem Ansitz anzufüttern .......und waren voller Hoffnung!

Durch den regelmäßiger Besatz im See beträgt das Durchschnittgewicht der Karpfen ca. 5 Kg! Aber die Kampfkraft der Fische ist wirklich enorm! Ich konnte es beim Anbiss meines ersten Fisches kaum fassen,  daß ein Fisch von 5 Kg so einen Drill lieferte! Meiner Erfahrung nach, schätzte ich ihn auf mindestens 10 Kg, da ich so eine Kraft nur von Fische dieser Gewichtsklasse kannte! Und das ging nicht mir alleine so, wie sich in den nächsten Stunden zeigen sollte!

Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich beim dem Drill zu Martin sagte: "Geht der ab! Das ist einer, von den ganz Großen!" Der Fisch kam in Ufernähe und Martin machte sich fertig, um ihn zu landen! Als wir den kleinen Schuppi sahen, war das Gelächter war groß!

Aber egal, zwei Stunden am Wasser und schon der erste Fisch! Und es sollte nicht der Letzte sein, wie sich später herausstellte! Bis zum Abend fingen wir zu dritt 21 Karpfen, der Schwerste hatte 6 Kg! Das war uns aber egal, weil jeder einzelne von ihnen einen schönen Drill lieferte!

Seitdem verbringen wir immer einige Tage im Jahr an diesem Gewässer : "Es beißt" zwar nicht immer so gut, aber mehrmals hatten wir schon Tage mit 10 Fischen und mehr dabei!

Durch verschiedene Futteraktionen haben wir herausgefunden:

Wenn man ein bis zwei Tage vor dem Ansitz einen Futterplatz mit einer größeren Menge Mais und ein bis zwei Kilo Boilies anlegt, kann man auf einen erfolgreichen Angeltag hoffen. Zehn Fische an einem Tag sind dabei keine Seltenheit!

Legt man jedoch nur mit Boilies einen Futterplatz an, steigt die Chance auf einen der größeren Karpfen! Die Bisse sind dann nicht mehr so zahlreich, aber dafür sind es meistens die größeren Fische, die den Köder nehmen!

Den größten Fisch, den ich bis jetzt landen konnte, hatte ein Gewicht von 9,5 Kg und verlangte mir im Drill alles ab! Und immer wieder hatten wir Aussteiger, die wir noch größer einschätzten!

Desweiteren gibt es Graskarpfen im See, die eine beachtliche Größe erreicht haben! Diese nehmen auch ab und zu einen süß-fruchtigen Boilie, aber die Bisse kommen so zart, daß man sie nur selten haken kann!

Da das Nachtfischen verboten ist und man diese Zeit nicht nutzen kann, ist das Potential des Gewässers nur zu erahnen! Da andere Angler aber schon in den `90er Jahren Karpfen von über 10 Kg gelandet haben, ist die Möglichkeit von einem "Big Carp" auf jedem Fall gegeben!

Die einzige Chance zum Nachtfischen hat man bei den "Offenen Nachtfischen", die dort stattfinden! Diese werden sehr gut besucht und dann darf man auch noch vom Boot aus fischen. Der Nachteil daran ist, daß es zuviel Unruhe auf dem Wasser gibt! Dies wirkt sich negativ auf das Beißverhalten der Karpfen aus!

Die beste Zeit für einen Ansitz sind die frühen Morgenstunden und der spätere Abend. In der restlichen Zeit hat man mehr mit Surfern, Tret- und Segelbote zu kämpfen, als mit  Fischen!

Im Großen und Ganzen ist es ein sehr schönes Gewässer, das bestimmt noch einige Überraschungen verbirgt! Wir werden auf jedem Fall weiterhin den Bostalsee intensiv befischen, um seine Geheimnisse zu lüften!

Fortsetzung folgt……………………….

Mehr Info: www.bostalsee.de

  Ralf W.

X-Baits Carp Team